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Berichte

Ägypten 2015 – It´s Safari Time

22.11.2015 17:55 von Heike Gottschalg

Frankfurt, 5.11.2015 05:30 Uhr…… es ist kalt und dunkel. Diese und andere Feststellungen machten auch die versammelten 8 Seesterne welche Deutschland den Rücken kehrten um die folgenden 7 Tage im sonnigen und vor Allem warmen Ägypten, die schöne Unterwasserwelt zu betauchen. Trotz der noch frühen Stunde war schon am Flughafen klar….. die Gruppe passt. Mit allerlei Aufmerksamkeit und deutlich mit bunten Mützen bestückt ging es durch Gepäckabgabe, Check In und Personenkontrolle und der Flieger wurde geentert. Knapp 5 Stunden später, mit der Landung in Hurghada , das gleiche Spiel in umgekehrter Reihenfolge… Koffer einsammeln, Einreisepapiere, Zoll. Beim Beladen unseres Minibusses, wobei das „Mini“ hier wörtlich zu nehmen ist, dann die ersten Hürden. Planlose Fahrer und keine Gurte für das Gepäck auf dem Dach zu sichern. Ägyptischer Optimismus, frei nach dem Motto: Das passt schon, alles fest, lassen uns gegen Port Ghalib starten. Die Laune der Sterne ist gut und so vergeht die Zeit wie im Fluge. Auf etwa der Hälfte der Strecke verlässt uns der Optimismus und wir packen das Gepäck vom Dach in das Innere des Busses. Es wird kuschelig aber besser so als gar kein Gepäck bei der Ankunft. Im Hafen angekommen werden wir aufs freundlichste von der Crew begrüßt und beziehen schon leicht erschöpft die Kabinen und richten die Tauchsachen für den morgigen Start. Noch vor dem Abendessen lassen wir die Bootseinweisung und das Safety Briefing über uns ergehen. Nach kurzem Beschnuppern der anderen Gruppen und Pärchen, wir sind ein rein deutsches Boot, wird der Tag recht kurz gehalten und alle beziehen die Kojen. Schon früh am Morgen starten wir in Richtung Süden und machen den ersten Halt in Abu Dhabab zum Check-Dive. Es werden Einstellungen geprüft, Bleimengen justiert und nach einem entspannten Tauchgang die Bojen gesetzt. Hier hat sich gezeigt dass so eine Boje ein hinterhältiges und gemeines Stück Ausrüstung sein kann und den ahnungslosen Taucher gerne in die kilometerlange Schnur einwickelt und auf den sandigen Boden absinken lässt oder aber sich unerlaubt von der Schnur löst und gegen Wasseroberfläche düst. Während an Deck noch gefachsimpelt wurde, setzte sich das Bott auch schon wieder in Bewegung und pflügte ruhig dem nächsten Tauchplatz am Elphinstone Riff entgegen. Auch hier überwältigende Farben und Fische soweit das Auge reichte. Der 2te Tag neigte sich dem Ende und 3 sehr schöne Tauchgänge wurden in die Logbücher eingetragen. Beim Abendessen und in anschließend gemütlicher Runde wurde bei dem einen oder anderen Glas guten Rotweins der Tag verabschiedet. Am 3 Tag standen 2 tolle Tauchgänge am bekannten Daedalus Riff auf dem Programm und einzelne Sterne erhofften sich die ersten Hai – Sichtungen. Bis zum letzten TG, kurz vorm dunkel werden haben diese uns warten lassen. Ein kurzer Besuch um trüben blau und weg war er auch schon wieder. Aufgrund der dann folgenden langen Überfahrt zum nächsten Tauchplatz war Zeit sich näher kennenzulernen und die Kraftreserven mit gutem Essen und allerlei Süßigkeiten wie Schokolade oder auch die von der Crew selbstgebackenen Kuchen zu füllen. Durch die Nacht fuhr das Schiff dann durch etwas stärkeren Seegang weiter nach Rocky Island wo weitere 3 schöne Tauchgänge der erwartungshungrigen Seesterne auf dem Programm standen. Hier zeigte sich auch die erste Schildkröte welche geduldig den Seestern-Paparazzos Model stand und sich beim Fressen erst gar nicht erst stören ließ. Der 2te Tauchgang am Tag, alle Sterne voller Tatendrang und dann………. HAI. Piepsende Computer welche sich über den ein oder anderen zu schnellen Aufstieg beschwerten und schon waren alle Auge in Auge mit dem Hai. Ein schöner Weißspitzen-Hochseehai ( Longimanus ) zog gemütlich seine Bahnen und beäugte neugierig die versammelten Taucher und kam auf Armlänge an einzelne, die Luft-anhaltende, Seesterne heran. Die restliche Luft wurde aus den Flaschen gezogen um ja so lange wie möglich bei den majestätischen, durch das Blau schwebenden Tieren, zu verweilen und die Speicherkarten der Kameras hatten Mühe die Bilderflut zu bewältigen. Auf dem Boot danach dann hektisches Treiben und Fachdiskussionen über die gemachten Eindrücke und alle hatten ein riesen großes Grinsen auf den Backen. Auch zum 3ten Tauchgang an diesem Tag sollten wir Glück haben und die Haie blieben beim Boot treu sodass auch hier wieder für ausreichend Adrenalin und Bewunderung für die Tiere gesorgt war. Zum Abschluss dann noch ein kurzer aber stürmischer Besuch eines Tigerhais welcher aus den Tiefen senkrecht durch die Tauchgruppe stach und dann unvermittelt wieder im Blau verschwand. Aha-Erlebnis für die ganze Gruppe, welche erst einmal verarbeiten musste was da gerade geschehen war. Nichts für schwache Nerven. Nach einem reichlichen Abendessen und dem schon obligatorischen Rotwein ging es in eine unruhige Nacht. Der Wind hatte zugenommen und die Wellen waren jetzt doch deutlich auf dem bisher sehr ruhig fahrenden Schiff zu spüren. Die ersten Rationen an Seekrankheitstabletten wurden verteilt und alle zogen sich zurück. Der 4te Tag verbrachten wir am Riff vor St. John´s. Hier standen 4 TG zu Plane sodass es früh morgens ( 05:30Uhr ) schon aus den Federn ging. Schnelle Katzenwäsche und die Guides riefen zum Briefing. Hier war Höhlentauchen angesagt. Wir erlebten 2 sehr schöne Tauchgänge welche durch die Riffspalten und unter super farbigen Riffdächern führten und so manch einer musste den Bauch einziehen um durch einzelne Passagen durchzuschlüpfen. Ein Erlebnis für sich. Hier wurde auch an einer schönen geschützten Stelle das Seesterne Gruppenfoto, welches unter dem Motto „Schneewittchen und die 7 Zwerge“ stand, geschossen. Da die Gruppe außer Heike nur aus männlichen Seesternen bestand war auch klar wer die 7 weißen und wer die 1 rosa Schlumpf Mütze trug. Napoleon und Haie stellten sich auch hier für einzelne Fotosessions zur Verfügung und trotz schweren Seegangs haben alle Seesterne die warme Stube auf dem Boot zum Abschluss erreicht. Zum Nachttauchen wurde das Boot an ein etwa 2 Std. entfernt gelegenes Riff verbracht und auch hier sollten wir nicht enttäuscht werden. Bunte Farben und der ein oder andere hatte auch Glück und konnte vereinzelt die Nachtschwärmer der See beobachten. Im Vergleich zum Marxweiher aber ist hier Nachttauchen eine ganz andere Nummer. J Der Plan für den 5ten Tag sah ebenfalls 4 Tauchgänge vor und als Bonus noch den Besuch der Delfinschule in Dolphins House bei welcher wir das Glück hatten mit geschätzt 30 Tieren einige Runden im seichten Wasser zu schnorcheln. Es wurden auch hier Höhlen und Lagunen betaucht. Die Farbenvielfalt der Korallen welche in den unterschiedlichsten Arten, Formen und Tiefen hier anzutreffen waren war schon fast unheimlich. Im Flug verstrich der Tag und am Abend vielen alle erschöpft in Ihre Kojen. Am 6ten Tag ging es dann langsam zurück Richtung Port Ghalib wo zum Abschluss noch 2 TG vor Abu Dabab auf dem Plan standen. Einzelne Seesterne zollten den letzten Tagen Tribut und mussten hier krankheitsbedingt ( nichts ernstes.. ) oder auch einfach weil die Kraftreserven erschöpft waren, den ein oder anderen TG auslassen. Der restliche Tag bestand in Ausrüstung waschen und trocknen, Koffer packen und nach dem Mittagessen stand der Umzug ins nahe liegende Marina Lodge Hotel an. Nette Zimmer begrüßten uns und nachdem alle endlich ihre Koffer hatten trafen sich alle Seesterne zum Gruppenfoto am Pool. Nach einer herben Enttäuschung in Bezug auf das Essen im Hotel verzogen sich die Seesterne in eines der Zimmer und die Restbestände an Rum, Wein und anderen Köstlichkeiten wurden ordnungsgemäß vernichtet. Leicht taumelnd wurde der Abend beschlossen und die letzte Nacht der Safari eingeläutet. Die am nächsten Morgen stattfindende Rückfahrt und Flug zurück ins kühlere Deutschland wurde wehmütig in Kauf genommen und alle waren einer Meinung, dass die vergangene Woche in Bezug auf Zusammenhalt, Verhalten, Spaß und den ganzen Erlebnissen wieder genau nach Seesterne Geschmack war. Super Eines ist sicher….. und auch hier sind alle einer Meinung … wir kommen wieder Sascha

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